Gewöhnliche Fischernetzspinne

Gewöhnliche Fischernetzspinne

Gewöhnliche Fischernetzspinne (Segestria senoculata), Weibchen

Systematik
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Teilordnung: Haplogynae
Überfamilie: Dysderoidea
Familie: Fischernetzspinnen (Segestriidae)
Gattung: Echte Fischernetzspinnen (Segestria)
Art: Gewöhnliche Fischernetzspinne
Wissenschaftlicher Name
Segestria senoculata
(Linnaeus, 1758)

Die Gewöhnliche Fischernetzspinne (Segestria senoculata), manchmal wie die Familie nur als Fischernetzspinne bezeichnet, ist eine Webspinne aus der Familie der Fischernetzspinnen (Segestriidae). Sie ist paläarktisch verbreitet und bewohnt vorzugsweise Wälder. Wie alle Fischernetzspinnen zeichnet sie sich durch das langgestreckte Erscheinungsbild, die charakteristische Beinstellung der drei nach vorne gerichteten Beinpaare und die sechs (anstelle der bei Spinnen üblichen acht) Augen aus. Die Art ist eine mittelgroße Spinne mit mehrheitlich brauner Färbung.

Auch das Verhalten der Gewöhnlichen Fischernetzspinne entspricht grundsätzlich dem anderer Fischernetzspinnen. Sie legt demnach ein Trichternetz an, das sich weiter hinten zu einer Wohnröhre verjüngt, die der Spinne als Aufenthaltsort dient. Von dort aus gehen trichterförmig mehrere wie Stolperdrähte funktionierende Spinnfäden aus. Sie dienen der der Spinne dazu, Beutetiere zu immobilisieren und deren Lokalisierung seitens der Spinne zu ermöglichen. Geortete Beute wird dann schnell gepackt und in die Wohnröhre zum Verzehr transportiert. Vor der Paarung findet eine Balz statt. Ein begattetes Weibchen legt daraufhin einen Eikokon an und bewacht ihn in seiner Wohnröhre. Die geschlüpften Jungtiere wachsen anschließend selbstständig über mehrere Häutungsstadien heran.

Die Arachnologische Gesellschaft (AraGes) wählte die Gewöhnliche Fischernetzspinne zur Spinne des Jahres 2025. Gründe dafür sind unter anderem die für Spinnen recht atypischen Merkmale und eine erhoffte Aufklärung des genauen Vorkommens der Spinne.