Gewichtsbezogene Stigmatisierung

Gewichtsbezogene Stigmatisierung, kurz Gewichtsstigma, „bezeichnet die Zuschreibung negativer Eigenschaften auf Menschen mit Adipositas und umfasst negative gewichtsbezogene Stereotype, Vorurteile und Diskriminierung.“ In Bezug auf Übergewicht ist auch von Fatshaming die Rede, womit der Fokus ähnlich wie beim Bodyshaming auf das Beschämen dicker Menschen gelegt wird. In westlichen Industriegesellschaften ist gewichtsbezogene Stigmatisierung trotz der negativen Folgen für Betroffene weit verbreitet und akzeptiert.

Empirisch werden Stigmatisierungserfahrungen Adipöser und ihre Bewältigungsstrategien vor allem mithilfe entsprechender psychologischer Tests erforscht. Gewichtsbezogene Stigmatisierung ist ein zentraler Forschungsgegenstand der Fat Studies.

  1. Anja Hilbert, Hans-Christian Puls: Adipositas und Stigmatisierung. In: Psychosoziale Aspekte der Adipositas-Chirurgie. Springer, Berlin/Heidelberg 2019, ISBN 978-3-662-57363-1, S. 67–86, doi:10.1007/978-3-662-57364-8_5.
    1. S. 67
  2. Warum uns Dicksein so triggert. In: Deutschlandfunk Nova. 19. April 2019, abgerufen am 27. Januar 2026.
  3. Christopher Bergland: Sizeism Is Harming Too Many of Us: Fat Shaming Must Stop. In: Psychology Today. 3. August 2017, abgerufen am 27. Januar 2026 (amerikanisches Englisch).
  4. Paula-Irene Villa: Scham. In: Fat Studies: Ein Glossar. transcript, Bielefeld 2022, ISBN 978-3-8376-6005-0, S. 241–244, doi:10.14361/9783839460054-053.