Gilberts Loch

Gilberts Loch (schwedisch: Gilberts hål oder Syltan) ist eine mit Morast gefüllte Grube im Ort Kumblaby auf der schwedischen Insel Visingsö, die im See Vättern liegt. Der Platz ist als kulturhistorisch wertvolles Relikt deklariert. Dies erklärt sich vorwiegend aus den Sagen, die es zu diesem Ort gibt.

Im September 2019 wurde das Gebiet archäologisch untersucht, um den besten Ort für einen geplanten Teich zu finden. Im Zentrum der untersuchten Fläche, die der genannten Grube entsprechen soll, war der Boden mit Grasbüscheln, Seggen und Ampfer bedeckt. Die oberste Bodenschicht bestand aus Torf, die nächste aus bläulichem Ton aus der letzten Eiszeit und darunter lag Schiefer. Die Stelle zählt zu einer Kette sumfiger Stellen, was zum in den Sagen beschriebenen langen Graben passen würde.

Bei den Ausgrabungen wurde eine Feuerstelle entdeckt, in der sich Knochenreste von unbestimmbaren Tieren befanden. An manchen Stellen zeigten Veränderungen der Bodenstruktur und gefundene Steine sowie Holzbalken an, dass es früher Versuche gab, das Gebiet zu entwässern.

Der Glaube an die nachfolgende Sage war so stark, dass ein Vorsteher der Provinz Jönköping und der Archiater Urban Hjärne des schwedischen Königshauses im Jahr 1705 die Untersuchung von zwei Höhlen am Strand von Visingsö forderten, die vermutet den Beginn des Grabens darstellen. Die beauftragten Männer sollen zeitweise nur auf allen Vieren vorangekommen sein und danach eine Erweiterung erreicht haben. Darin war der Geruch jedoch unausstehlich, so dass sie umkehrten.

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