Gion (Kyōto)

Gion (japanisch 祇園) ist eines der historischen Viertel des Stadtbezirks Higashiyama der Stadt Kyoto in Japan.

Ursprünglich entstand das Viertel in der Sengoku-Zeit für Pilger und Reisende, die der Yasaka-Schrein anzog. Während der Edo-Zeit entwickelte sich Gion zu einem Zentrum kultivierter Unterhaltung. Teehäuser, Tanz, Shamisen und Koto-Musik prägten damals den Alltag. Langsam entwickelte sich Gion zu dem bekanntesten der fünf Geisha-Viertel von Kyoto. Das Viertel besteht aus den Hanamachis Gion Kobu und Gion Higashi, in denen sich heute nur noch wenige Okiyas befinden. Miyagawachō im Süden Gions, Pontochō am Westufer des Kamo und das älteste Viertel Kamishichiken sind weitere traditionelle Geisha-Viertel von Kyoto. Aufgrund von massiv respektlosem Verhalten gegenüber Geishas und Maikos wurden mehrere Gassen Gions als privat erklärt, sind mit Schildern versehen und dürfen von Unbefugten nicht betreten werden.

Im Osten wird das Viertel vom Yasaka-Schrein und im Westen vom Kamo begrenzt. Die bekanntesten Straßen sind die Hanamikoji- und die Shijō Straße. Traditionelle, hölzerne Machiya-Stadthäuser, gepflasterte Wege und hängende Laternen bestimmen das Straßenbild. Der Shirakawa Kanal fließt durch Gion.

  1. Gion. japan.guide, abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
  2. Bich Phuong: Das Problem der Belästigung von Geishas durch Fotos ist in Kyoto wieder aufgetaucht. vietnam.vn, 1. März 2024, abgerufen am 10. März 2026.
  3. JNTO: Kyoto Etikette: So verhält man sich auf der Reise nach Kyoto richtig! JNTO, abgerufen am 10. März 2026.
  4. Gion Reiseführer 2026, Autor: Hana Brooks, ISBN 979-8-2758-7815-8