Glockenbecherkultur
| Kupfersteinzeit, in Großbritannien bis frühe Bronzezeit | |
| 2800 v. Chr. bis 2200 v. Chr. bzw. bis 1800 v. Chr. (Großbritannien) | |
| Ausdehnung | |
| Verbreitungskarte (Fundorte) nach Harrison 1980; Unterteilung in Ostgruppe (Ungarn bis oberes Donaugebiet), Westgruppe (Rheingebiet bis Pyrenäen, Großbritannien) und Südgruppe (Iberische Halbinsel, Mittelmeer) | |
| Leitformen | |
| Glockenbecher, Armschutzplatte, Griffzungendolch aus Kupfer, V-förmig durchbohrter Beinknopf, verzierter Eberhauer, Begleitkeramik | |
Als Glockenbecherkultur (englisch Bell Beaker culture), auch Glockenbecherphänomen (Heyd 2008, Strahm 2012) wird eine kupfersteinzeitliche Kultur des mitteleuropäischen Endneolithikums bezeichnet, die sich von der iberischen Halbinsel (ca. 2800 v. Chr.) nach West- und Mitteleuropa, im Osten bis ins nördliche Ungarn ausbreitete, etwa bis 2200 v. Chr. andauerte und nur in Großbritannien bis ca. 1800 v. Chr. bestand. Sie stellte in diesen Regionen eine Kultur am Übergang von der Jungsteinzeit zur Bronzezeit dar.