Grafschaft Dijon

Die Grafschaft Dijon ist seit dem 9. Jahrhundert als karolingische Verwaltungseinheit bezeugt. Sie wurde im 10. Jahrhundert vom Bischof von Langres erobert. 1015 kaufte König Robert der Fromme die Stadt Dijon und die Grafschaft Dijon dem Bischof ab und vereinigte sie mit dem Herzogtum Burgund, das 1032 zur Apanage einer jüngeren Linie der Kapetinger wurde.

Eine Vizegrafschaft, die im 11. Jahrhundert die alte Grafschaft ersetzte, wurde bald auf das Quartier de la Madeleine beschränkt und im 13. Jahrhundert schließlich mit dem wachsenden Dijon vereinigt.

  1. Favier rückt dieses Ereignis fälschlich ins XI. Jahrhundert und nennt Robert von Burgund, 1085–1111 Bischof von Langres, Bruder des Herzogs Hugo I., als Eroberer; hier liegt wohl eine Verwechslung mit Herzog Robert I. von Burgund vor, der 1032 im Machtkampf mit König Heinrich I. von Frankreich das Herzogtum für sich erstritt.
  2. Favier; Das Quartier de la Madeleine befindet sich in der heutigen Cité Sud; die 1514 gebaute Église de la Commanderie de la Madeleine in der heutigen Rue Admiral Roussin 18 wurde während der Revolution in ein Wohnhaus umgewandelt, einzig das Portal ist noch erhalten. (petit patrimoine)