Groß St. Martin
Groß St. Martin ist eine der bedeutendsten der zwölf großen romanischen Kirchen in Köln. Diese zählen gemeinsam mit dem Dom zu den herausragenden Wahrzeichen der Stadt. Das Kirchengebäude steht in der Altstadt nahe dem Rheinufer und ist eng mit Wohn- und Geschäftshäusern aus den 1970er und 1980er Jahren umbaut. Die dreischiffige Basilika mit ihrem kleeblattförmigen Ostchor und dem quadratischen Vierungsturm mit vier Ecktürmchen ist eines der markantesten Wahrzeichen im linksrheinischen Stadtpanorama.
Die Kirche wurde ab etwa 1150 auf den Fundamenten eines römischen Speicherbaus und einer frühmittelalterlichen Vorgängerkirche errichtet und in mehreren Bauphasen bis ins 13. Jahrhundert vollendet. Sie war bis zur Säkularisation von 1802 die Abteikirche der gleichnamigen Benediktinerabtei. Nach Abriss der Abteigebäude wurde sie als Pfarrkirche genutzt und mehrfach restauriert. Im Zweiten Weltkrieg erlitt Groß St. Martin schwere Schäden, insbesondere durch Bombenangriffe in den Jahren 1942/43, bei denen große Teile des Langhauses und der Gewölbe zerstört wurden. Der Wiederaufbau zog sich über mehrere Jahrzehnte und wurde 1985 abgeschlossen.
Seit dem Jahr 2009 wird die Kirche von der Gemeinschaft der Fraternité de Jérusalem betreut und damit erneut als Klosterkirche genutzt.