Kölner Dom
| Ansicht vom Deutzer Rheinufer bei Nacht (2013) | |
| Basisdaten | |
|---|---|
| Konfession | römisch-katholisch |
| Ort | Köln, Deutschland |
| Diözese | Erzbistum Köln |
| Patrozinium | St. Peter |
| Baugeschichte | |
| Bauherr | Konrad I., Friedrich Wilhelm IV. |
| Architekt | Meister Gerhard, Ernst Friedrich Zwirner |
| Bauzeit | 1248–1880 |
| Baubeschreibung | |
| Einweihung | 15. Oktober 1880 |
| Baustil | Gotik, Neugotik |
| Bautyp | Basilika |
| Funktion und Titel | |
| 50° 56′ 28,6″ N, 6° 57′ 29,4″ O | |
Der Kölner Dom (offiziell Hohe Domkirche zu Köln) ist eine römisch-katholische Kirche in Köln unter dem Patrozinium des Apostels Petrus. Er ist die Kathedrale des Erzbistums Köln sowie Metropolitankirche der Kirchenprovinz Köln. Hausherr ist der Dompropst. Der Dom ist eine der größten Kathedralen im gotischen Baustil, mit 157,22 Metern die vierthöchste Kirche der Welt und nach dem Ulmer Münster der zweithöchste Sakralbau Deutschlands.
Sein Bau wurde 1248 im Auftrag von Konrad I. nach Entwurf von Meister Gerhard begonnen und 1880 im Auftrag von Friedrich Wilhelm IV. nach Entwurf von Ernst Friedrich Zwirner vollendet. Einige Kunsthistoriker haben den Dom wegen seiner einheitlichen und ausgewogenen Bauform als „vollkommene Kathedrale“ bezeichnet. Ursprünglich als repräsentative Kathedrale der Kölner Erzbischöfe und monumentales Reliquiar für die Gebeine der Heiligen Drei Könige geplant, galt der Dom bei seiner Vollendung im 19. Jahrhundert als Nationalsymbol für Deutschland.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der scheinbar unversehrte Dom inmitten der ausgebombten Stadt als „Wunder“ verstanden und zu einem emotionalen Symbol für den Lebenswillen. Der Dom zählt seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe und gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Deutschlands.
- ↑ Kölner Dom | Impressum. Abgerufen am 2. November 2025.
- ↑
- ↑ Alheydis Plassmann, Martin Bock: Art. Köln – Domstift. In: Nordrheinisches Klosterbuch. Lexikon der Stifte und Klöster bis 1815 (= Studien zur Kölner Kirchengeschichte. Band 37). Teil 3: Köln. Verlag Franz Schmitt, Siegburg 2022, ISBN 978-3-87710-462-0, S. 157–198, hier S. 159.
- ↑ Rüdiger Marco Booz: Kölner Dom – die vollkommene Kathedrale. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2022, ISBN 978-3-7319-1215-6, S. 254–268; Arnold Wolff: Die vollkommene Kathedrale. Der Kölner Dom und die Kathedralen der Ile-de-France. In: Dombau und Theologie im mittelalterlichen Köln. Festschrift zur 750-Jahrfeier der Grundsteinlegung des Kölner Domes und zum 65. Geburtstag von Joachim Kardinal Meisner 1998 (= Studien zum Kölner Dom. Band 6). Hrsg. im Auftrag des Metropolitankapitels von Ludger Honnefelder. Verlag Kölner Dom, Köln 1998, ISBN 3-922442-27-7, S. 15–47.
- ↑ Thomas Becker: Der Kölner Dom. Kulturgeschichtliche Impressionen. Vortrag im Rahmen der Veranstaltung „DomStadt“ der Thomas-Morus-Akademie Bensberg im Kölner Dom am 29. Oktober 2001.
- ↑ Der britische Kunstschutzoffizier Michael Ross notierte: „Ein Wunder, dass sie noch stand, die einzige Kirche – in der ganzen City fast das einzige bedeutende Gebäude, das nicht eine vollständige Ruine war.“ Zit. nach Niklas Möring: Der Kölner Dom im Zweiten Weltkrieg (= Meisterwerke des Kölner Domes. Band 10). Verlag Kölner Dom, Köln 2011, ISBN 978-3-922442-72-1, S. 94.
- ↑ Andreas Rossmann: Die Wucht am Rhein. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 8. September 2017 (faz.net; beschränkter Zugang).