Großherzogtum Oldenburg

Großherzogtum Oldenburg
Wappen Flagge
1829 bis 1902

seit 1902

Lage im Deutschen Reich
Landeshauptstadt Oldenburg (Oldb)
Regierungsform Monarchie
Staatsoberhaupt Großherzog (Titel geführt ab 1829)
Dynastie Haus Oldenburg
Bestehen 1815–1918
Fläche 6427 km² (1910)
Einwohner 314.778 (1871)
Bevölkerungsdichte 85 Einwohner/km²
Entstanden aus Hochstift Lübeck, Herzogtum Oldenburg, Grafschaft Delmenhorst, Herrschaft Jever, Niederstift Münster (tlw.)
Aufgegangen in Freistaat Oldenburg
Hymne Heil dir, o Oldenburg
Stimmen im Bundesrat 1 Stimme
Kfz-Kennzeichen O I, O II, O III

Das Großherzogtum Oldenburg war ein durch den Wiener Kongress 1815 errichtetes Territorium mit den Landesteilen Herzogtum Oldenburg, Fürstentum Lübeck und Fürstentum Birkenfeld. Das Großherzogtum war Mitglied des Deutschen Bundes. Im Deutschen Krieg 1866 stand es an der Seite Preußens und trat dem Norddeutschen Bund bei. Danach war es ein Gliedstaat des Deutschen Kaiserreichs. Am 11. November 1918 dankte der Großherzog ab und es entstand der Freistaat Oldenburg.

  1. vgl.: GROHERZOGLICH OLDENBURGISCHE STAATSFLAGGE 1829–1902. In: Jörgen Welp, Manfred Furchert: Historische Wappen und Flaggen des Oldenburger Landes von der Grafenzeit bis zum Freistaat (= Manfred Furchert: Oldenburgisches Wappenbuch. Bd. 2) (= Veröffentlichungen der Oldenburgischen Landschaft. Bd. 15). Isensee, Oldenburg 2013, ISBN 978-3-89995-991-8, S. 86 (dort mit großem oldenburgischen Staatswappen auf dem Schnittpunkt des Kreuzes)
  2. vgl.: OLDENBURGISCHE LANDESFLAGGE seit 1902. In: Jörgen Welp, Manfred Furchert: Historische Wappen und Flaggen des Oldenburger Landes von der Grafenzeit bis zum Freistaat (= Manfred Furchert: Oldenburgisches Wappenbuch. Bd. 2) (= Veröffentlichungen der Oldenburgischen Landschaft. Bd. 15). Isensee, Oldenburg 2013, ISBN 978-3-89995-991-8, S. 90
  3. Albrecht Eckhardt: Das Großherzogtum Oldenburg im Vormärz. In: Albrecht Eckhardt/Heinrich Schmidt (Hrsg.): Geschichte des Landes Oldenburg. ein Handbuch (= Oldenburgische Monographien). 3. verbesserte und erweiterte Auflage. Isensee, Oldenburg 1988, ISBN 3-87358-285-6, S. 309327 (Im Beitrag: Friedrich-Wilhelm Schaer/Albrecht Eckhardt, Herzogtum und Großherzogtum Oldenburg im Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus (1773-1847); dort auf S. 312): „Damit hatte der oldenburgische Gesamtstaat endlich einen gemeinsamen Namen erhalten, ohne daß dadurch schon der Einheitsstaat geschaffen worden wäre. Die besonderen Benennungen der drei Landesteile und ihre eigene Verwaltung blieben davon unberührt. Zusammengefaßt waren sie lediglich in der Person des Fürsten, also in einer Personalunion, und man muß bezweifeln, daß das Verhältnis zwischen dem Fürstentum Lübeck und dem Herzogtum Oldenburg anders als im Falle des Fürstentums Birkenfeld eine „Realunion“ dargestellt hat“