Hängebahn
Eine Hängebahn, auch Hängehochbahn, Schienenschwebebahn, Schwebebahn oder historisch Luftbahn genannt, ist ein spurgeführtes Verkehrsmittel (Schienenfahrzeug), bei dem das Fahrzeug unterhalb des tragenden, starren Fahrwegs an mindestens zwei Punkten hintereinander hängend angebracht ist und aufgrund dieser hängenden Konstruktion um eine Längsachse oberhalb des Fahrzeugs pendeln kann. Sie ist somit eine Unterkategorie einer Einschienenbahn einerseits und einer Hochbahn andererseits. Nicht dazu zählen hingegen Laufkatzen, bei denen die Traglast nur mit einem Punkt am tragenden Fahrweg hängt, was Pendelbewegungen in alle Richtungen ermöglicht, genauso wenig Seilbahnen, deren tragendes Element nicht starr ist. Oft wird der Begriff „Hängebahn“ trotzdem für am Seil hängende Bahnen verwendet.
Hängebahn-Strecken sind kostengünstig zu bauen. Nach Angaben der Entwickler des Skytrain in Wuhan belaufen sich die Baukosten pro Streckenkilometer auf lediglich ein Fünftel der Kosten, die bei U-Bahnen anfallen. Trotzdem gibt es weltweit nur wenige Hängebahnen, die – meist in dicht besiedelten Städten – im regulären Dauerbetrieb in den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) integriert sind. Das Konstruktionsprinzip der Hängebahn findet sich allerdings recht häufig in industriellen Anwendungen als freistehend oder unter Hallendecken angebrachte Hängekranbahn.
In Abgrenzung zur Hängebahn bezeichnet man gewöhnliche, auf Schienen stehende, Bahnen auch als Standbahn oder stehende Bahn. Eine Hängebahn über ein Gewässer hinweg wird als Schwebefähre bezeichnet.
- ↑ Walter Buschmann: Die Wuppertaler Schwebebahn. Geschichte – Bedeutung Zukunft. Gekürztes und für das Internet bearbeitetes Manuskript eines Vortrages vom März 1997 an der TU Berlin. Gedruckt mit allen Anmerkungen in: "Denkmalpflege im Rheinland" 15, 1998, S. 20–29, online auf rheinische-industriekultur.de, abgerufen am 27. November 2024
- ↑ Otto Lueger: Meyers Großes Konversations-Lexikon. Band 12. Leipzig 1908, S. 798–799 (zeno.org [abgerufen am 31. Januar 2024]).
- ↑
- ↑ (Fortsetzung). In: Centralblatt der Bauverwaltung. Nr. 83, 1900, S. 506–508 (zlb.de).