Höhenlungenödem

Klassifikation nach ICD-10
T70.2 Sonstige und nicht näher bezeichnete Schäden durch große Höhe
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Ein Höhenlungenödem (ungenau auch: Höhenödem), abgekürzt HAPE (von englisch high altitude pulmonary edema), ist eine höhenspezifische Erkrankung mit Flüssigkeitsansammlung (Ödem) in der Lunge, die vornehmlich beim Höhenbergsteigen, jedoch bei schnellem Aufstieg bereits ab 2500 Höhenmetern auftreten kann. Flüssigkeit tritt aus den Kapillaren ins Lungengewebe (insbesondere Alveolen) aus und behindert die Atmung.

Es kann in Verbindung mit dem Höhenhirnödem oder innerhalb des Symptomkomplexes der Höhenkrankheit auftreten oder auch völlig eigenständig ohne Vorwarnzeichen auftauchen. Ähnliche Zustände wurden auch nach einer Langzeit-Sauerstoff-Beatmung (über Tage mit 100 %) in Form der sogenannten Respiratorlunge beobachtet.

  1. Alphabetisches Verzeichnis zur ICD-10-WHO Version 2019, Band 3. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), Köln, 2019, S. 517.
  2. Gerhard Brüschke (Hrsg.): "Handbuch der Inneren Krankheiten", Band 1/1, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1985, ISBN 3-437-10806-9, S. 642.
  3. F. H. Hertle, E. Fuchs, R. Ferlinz: Erkrankungen der Atemorgane. In: Hanns P. Wolff, Jürgen Beyer (Hrsg.): Internistische Therapie. 5. Auflage. Urban & Schwarzenberg, München/Wien/Baltimore 1984, ISBN 3-541-07265-2, S. 456.