Ha’avara-Abkommen

Haʿavara-Abkommen (hebräisch הֶסְכֵּם הַעֲבָרָה Heskem Haʿavarah, deutsch Abkommen der Übertragung) bzw. Palästina-Transfer, auch Hoofien-Abkommen nach Eliezer Sigfried Hoofien (1881–1957), dem damaligen Direktor der Anglo-Palestine Bank, ist der Name einer im August 1933 geschlossenen Vereinbarung, die nach zweimonatigen Verhandlungen zwischen der Jewish Agency, der Zionistischen Vereinigung für Deutschland und dem deutschen Reichsministerium für Wirtschaft zustande kam. Sie wurde am 10. August 1933 vom deutschen Reichswirtschaftsminister Kurt Schmitt unterzeichnet. Ziel war es, die Emigration deutscher Juden nach Palästina zu erleichtern und zugleich den deutschen Export zu fördern. Das Abkommen war innerhalb der zionistischen Bewegung umstritten, da es den Boykottmaßnahmen gegen die Nationalsozialisten zuwiderlief, die zeitgleich vorangetrieben wurden.

  1. Zionist Pact with Germany Denounced at Congress, Jewish Daily Bullettin, New York, 27. August 1933, gesichtet am 5. Juli 2024
  2. Bundeszentrale für politische Bildung: Axel Meier, Das Haavara-Transfer-Abkommen veröffentlicht am 18. November 2014, gesichtet am 5. Juli 2024