Halloween

Halloween (Aussprache: /hæləˈwiːn, hæloʊ̯ˈiːn/, deutsch gemäß Duden auch: /ˈhɛloviːn/, von englisch All Hallows’ Eve, der Abend vor Allerheiligen) benennt die Volksbräuche am Abend und in der Nacht vor dem Hochfest Allerheiligen, vom 31. Oktober auf den 1. November. Dieses Brauchtum war ursprünglich vor allem im seinerzeit katholisch geprägten Irland verbreitet. Die irischen Einwanderer in den USA pflegten ihre Bräuche in Erinnerung an die Heimat und bauten sie aus.

Im Zuge der irischen Renaissance nach 1830 wurden in der frühen volkskundlichen Literatur eine Kontinuität der Halloweenbräuche seit der Keltenzeit und Bezüge zu heidnischen und keltischen Traditionen wie dem Samhainfest angenommen. Entsprechende Hypothesen formulierte auch der Religionsethnologe James Frazer.

Seit den 1990er Jahren verbreiten sich Halloween-Bräuche in US-amerikanischer Ausprägung auch in einigen Ländern des kontinentalen Europas. Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede. So vermischten sich insbesondere im deutschsprachigen Raum heimatliche Bräuche wie das Rübengeistern oder Traulicht mit Halloween; genauso nahmen traditionelle Kürbisanbaugebiete wie die Steiermark oder der Spreewald Halloween schnell auf.

In einer im Jahr 2022 in Deutschland durchgeführten Befragung von YouGov gaben 18 % der Befragten an, dass Halloween für sie persönlich eine Bedeutung habe.

  1. Duden-Redaktion: Halloween. In: Duden online. 19. Januar 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 14. März 2014; abgerufen am 14. März 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Editha Hörandner: Halloween in der Steiermark und anderswo. Lit Verlag, Münster 2005, ISBN 3-8258-8889-4.
  3. Gottfried Bohl: Was steckt hinter dem Gruselspaß am Abend vor Allerheiligen? Kürbisse, Heilige, Halunken. domradio.de, 31. Oktober 2024, abgerufen am 27. Oktober 2025.