Samhain

Samhain [ˈsau̯nʲ] (neuirisch), altirisch: Samuin oder Samain ['saṽinʼ], ist neben Imbolc (1. Februar), Beltane (1. Mai) und Lughnasadh (1. August) eines der vier großen irisch-keltischen Feste. Samhain wurde in der Nacht des 11 Vollmondes gefeiert bzw. dem 11 Neumond. Und wird als Übergang von der Sonnenzeit zur Dunkelzeit, also Übergang der Sommer und Winterzeit gefeiert. Er wurde früher, wie der Monat samoni im Kalender von Coligny, als Beginn des keltischen Jahres gesehen. In den irischen Rechtstexten wird allerdings Beltane als Jahresanfang genannt. Neu-Irischen Oíche Shamhna und stellt möglicherweise die Herkunft des Festes dar, das im Englischen Halloween heißt (siehe dort zur Diskussion um diese Herleitung).

In Wales wurde das Fest Nos Calan gaeaf („Nacht des Winteranfangs“) genannt und war eine der teir nos ysprydnos („drei Geisternächte“).

  1. Ausspracheangabe nach: Mícheál Ó Siadhail: Lehrbuch der irischen Sprache. Buske, Hamburg 1985, S. 109.
  2. Wörterbucheintrag: Samhain (1) [der Monat] November, Lá Samhna [=Samhain-Tag] first of November, All Hallows; oíche Shamhna Halloween. (2) lit. Ancient Samhain festival of the 1st of November. Aus: Gearrfhoclóir Gaeilge-Béarla. An Roinn Oideachais, Oifig Díolta Foilseachán Rialtais, Dublin 1981.
  3. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 790 ff.