Haloquadratum walsbyi

Walsby-Archaeon

Haloquadratum walsbyi (REM-Bild, 2023)

Systematik
Reich: Methanobacteriati
Klasse: Halobacteria
Ordnung: Haloferacales
Familie: Haloferaceae
Gattung: Haloquadratum
Art: Walsby-Archaeon
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Haloquadratum
Burns et al. 2007
Wissenschaftlicher Name der Art
Haloquadratum walsbyi
Burns et al. 2007

Haloquadratum walsbyi ist eine Art (Spezies) halophiler (salzliebender) Archaeen. Sie ist die bisher einzige offiziell beschriebene Spezies (und damit Typusspezies) der Gattung Haloquadratum (mit Schreibvariante Haloquadra).

Die Archaeenspezies H. walsbyi (auch als Hqr. walsbyi abgekürzt) ist insofern ungewöhnlich, als ihre Zellen die Form flacher quadratischer Kästchen haben. Außer durch diese flachen, quadratischen Zellen mit grob 1–10 µm Seitenlänge zeichnet sich die Art auch durch ihre ungewöhnliche Fähigkeit aus, in wässriger Umgebung mit hohen Konzentrationen von Natrium- und Magnesiumchlorid (NaCl respektive MgCl2) zu überleben.

H. walsbyi wurde 1980 von Anthony E. Walsby in der Gavish Sabcha, einem hypersalinen Küstenbecken bei Scharm El-Scheich auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten, entdeckt, aber erst 2004 von David G. Burns et al. kultiviert und 2007 offiziell beschrieben. Nach ihrem Entdecker werden sie gelegentlich „Walsby-Haloarchaeen“ (englisch Walsby’s square archaea oder square haloarchaea of Walsby, SHOW, früher auch „Walsby-Bakterien“ etc.) genannt. H. walsbyi ist außer in der Gavish Sabcha in etlichen anderen Solebecken auf der ganzen Erde nachweisbar und gilt in hypersalinen Gewässern als Kosmopolit – als weltweit vertreten. Die Art ist wahrscheinlich einer der häufigsten Vertreter in diesen salzigen Ökosystemen. Beispielfundorte sind die Salinen des Roten Meeres und Salinen in Niederkalifornien.

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  3. Anm. In wässriger Lösung liegt dank Dissoziation der Großteil dieser gelösten Salze als Ionen vor: Na+ und Mg++ sind die Kationen, Cl das Anion.
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