Hasenfell

Als Hasenfell werden Felle von Tieren der Gattung der Echten Hasen bezeichnet. Diese werden im Rauchwarenhandel vertrieben und von Kürschnern zu Pelzen verarbeitet.

Im Rauchwarenhandel waren Hasenfelle bzw. Hasenbälge schon immer weniger gefragt als die ähnlichen Felle der verwandten Gattung der Kaninchen, speziell der Hauskaninchen. Sicherlich spielt dabei die geringe Haltbarkeit eine wesentliche Rolle, das Hasenfell neigt vergleichbar stark zum Haaren wie das des Wildkaninchens.

Neben der Verwertung des Fells war die Nutzung der Haare (Scherware) bedeutender. Aus Hasenhaaren (Hasenhaar) oder Kaninhaaren wurden unter anderem feine Hutfilze und Garne hergestellt. Zusammen mit Baumwolle oder Seide versponnen ergaben sie Fäden hauptsächlich für Samtgewebe und für die Strumpfwirker. Aus den dabei abfallenden Häuten wurde Leim gekocht.

  1. Johann Heinrich Moritz Poppe: Johann Christian Schedels neues und vollständiges Waaren-Lexikon, Erster Teil A bis N, Vierte durchaus verbesserte Auflage. Verlag Carl Ludwig Brede, Offenbach am Mayn 1814, S. 448–449.
  2. Meyers Konversations-Lexikon. 1885, S. 8.201.