Hauberg
Der Hauberg ist eine für das Siegerland sowie benachbarte Teile des Lahn-Dill-Berglandes und des Westerwaldes typische Form der genossenschaftlichen Waldbewirtschaftung. Sie diente der Gewinnung von Eichenrinde (zur Herstellung von Gerberlohe) und Holzkohle für die regional bedeutsame Eisenerzverarbeitung sowie zur Beschaffung von Brennholz, später auch zur Herstellung von Naturholzmöbeln. Zusätzlich zur forstwirtschaftlichen Nutzung fand aber auch eine landwirtschaftliche Nutzung statt, wie der im Schwendbau typische Anbau von Roggen und Buchweizen im Jahr nach der Holzernte („Haubergskorn“) sowie die spätere gemeinschaftliche Beweidung (Allmende).
2017 gab es noch etwa 200 Haubergsgenossenschaften im Siegerland, wobei die größeren rund 1.000 ha, die kleineren ca. 200 ha Fläche besitzen. 2018 wurde die „Haubergswirtschaft im Siegerland und in angrenzenden Regionen“ in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
- ↑ Startseite. Abgerufen am 1. September 2024.
- ↑ Die Haubergswirtschaft im Siegerland und in angrenzenden Regionen. In: Bundesweites Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe. Deutsche UNESCO-Kommission, 2018, abgerufen am 1. September 2024.
- ↑ Der Förderverein Historischer Hauberg Fellinghausen. In: Heimat Westfalen, Jg. 32 (2019), Heft 6, S. 39.