Hauptwerke der romanischen Buchmalerei
Etwa ab dem späten 11. Jahrhundert fasst man, ausgehend von der Architektur, die bis dahin auch regional unterschiedlichen europäischen Kunststile beginnend etwa um 950/960 als Romanik zusammen. Der Übergang zur Buchmalerei der Gotik verlief in unterschiedlichen Regionen mit zeitlichen Verzögerungen. Setzte der Stilwandel in Frankreich und England schon ab den 1140er Jahren ein, blieben nördlich der Alpen sowie in Spanien und Italien teilweise noch bis um 1300 romanische Formen dominant. In dieser Zeit entstanden über 1500 illuminierte Manuskripte, von denen 111 derzeit als Faksimile verfügbar sind.
Leider gibt es in der kunstgeschichtlichen Literatur keine allgemein akzeptierten Kriterien, nach denen eine Handschrift als Hauptwerk der romanischen Buchmalerei zu gelten habe, so dass die hier vorgestellte Auswahl auch als „willkürlich“ bezeichnet werden kann.
- ↑ Otto Mazal: Buchkunst der Romanik, S. 349–367.