Hechel

Die Hechel ist ein kammartiges, aus spitzen Drähten gefertigtes landwirtschaftliches Gerät, durch das verschiedene Naturfasern wie Flachs- und Hanffasern, Jute, Kokosfasern zum Reinigen (Hecheln, Rupfen, Ausziehen; – früher auch Reffen) gezogen werden. Das Wort leitet sich vom selben Wortstamm wie der Haken ab, was auf die zum Kämmen der Fasern angebrachten Haken hindeutet. Moderne Faseraufschlussmaschinen bauen ebenfalls auf den traditionellen Prozessen auf, verwenden jedoch mechanische Aufschlussstrecken, in denen das Brechen, Schwingen und Hecheln in entsprechenden Arbeitsschritten mechanisch umgesetzt wird.

  1. Reffen. In: Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 7., verb. und verm. Auflage. Karl J. Trübner, Straßburg 1910, S. 368 (Scan beim Münchener Digitalisierungszentrum).
  2. F. Schmitthenner: Kurzes Deutsches Wörterbuch für Etymologie, Synonymik und Orthographie. Verlag von Friedrich Metz, Darmstadt 1834, S. 121.