Hepatozoonose der Hunde

Die Hepatozoonose der Hunde ist eine durch parasitäre Einzeller der Gattung Hepatozoon (daher Hepatozoonose) hervorgerufene Krankheit, die durch Zecken übertragen wird. Zecken sind hierbei Endwirt des Parasiten, Hunde sein Zwischenwirt. Die Erkrankung wird durch Hepatozoon canis, im Süden der USA vor allem durch Hepatozoon americanum ausgelöst. Hunde stecken sich, im Gegensatz zu den meisten anderen vektorübertragenen Krankheiten, durch Fressen der Zecke, nicht durch den Zeckenstich an. Eine Übertragung dieser Erreger auf den Menschen ist nicht beschrieben, Hepatozoon canis hat aber offenbar ein größeres Spektrum an Zwischenwirten und konnte auch in Paarhufern, Beutel-, Fleder- und Nagetieren nachgewiesen werden.

  1. Thomas Steffen: Innere Medizin der Kleintiere. Elsevier Health Sciences, 6. Auflage, 2022, ISBN 978-3-43706302-2, S. 1457.
  2. Richard Thomas, Adriana Santodomingo, Liliana Saboya-Acosta, Julian F. Quintero-Galvis, Lucila Moreno, Juan E. Uribe, Sebastián Muñoz-Leal: Hepatozoon (Eucoccidiorida: Hepatozoidae) in wild mammals of the Americas: a systematic review. In: Parasites & Vectors. Band 17, Nr. 1, 2024, ISSN 1756-3305, S. 108, doi:10.1186/s13071-024-06154-3, PMID 38444020 (biomedcentral.com).