Hintermauerziegel

Als Hintermauerziegel werden alle Mauerziegel bezeichnet, die nicht zur Herstellung von Sichtmauerwerk vorgesehen sind und im Gegensatz zu Vormauerziegeln keine besondere Frostbeständigkeit aufweisen müssen, da sie nicht ohne ausreichenden Schutz der Witterung ausgesetzt werden. Hintermauerziegel werden zur Errichtung von Außen- und Innenwänden in Massivbauweise verwendet. Wenn im Winterhalbjahr Frostgefahr besteht, müssen Hintermauerziegel im Rohbau vor eindringendem Wasser geschützt werden.

Heute werden überwiegend gut wärmedämmende Hochlochziegel als Hintermauerziegel eingesetzt. Der Lochanteil beträgt in der Regel zwischen 25 und 70 %.

Üblich ist es, die Rohbauwand entweder außenseitig mit einem Wärmedämmverbundsystem oder einer Fassadenbekleidung zu versehen, eine zweischalige Wand mit zwischenliegender Dämmung zu errichten oder einschaliges (monolithisches) Mauerwerk stark genug auszuführen, um den gewünschten Dämmwert alleine durch die Dämmeigenschaft der verwendeten Mauerziegel zu erreichen. Monolithische Ziegelwände werden meist innen und außen verputzt.

Haupteinsatzbereich ist der Wohnungsbau (80 %). Geringere Anteile entfallen auf Gewerbebauten (10 %) und öffentlichen Bau (10 %).

  1. „Hintermauerziegel“ auf www.architektur-lexikon.de
  2. Rene Pesendorfer: Wirtschaftlichkeitsbeurteilung von Ziegelwerken in Abhängigkeit zu ihrer Werksleistung (PDF-Datei), Diplomarbeit, Hochschule Mittweida, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, 2011