Hippursäure

Strukturformel
Allgemeines
Name Hippursäure
Andere Namen
  • Benzamidoessigsäure
  • Benzoylaminoessigsäure
  • N-Benzoylglycin
  • Acidum hippuricum (Latein)
  • HIPPURIC ACID (INCI)
Summenformel C9H9NO3
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser Feststoff

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 495-69-2
EG-Nummer 207-806-3
ECHA-InfoCard 100.007.098
PubChem 464
ChemSpider 451
DrugBank DB16842
Wikidata Q412803
Eigenschaften
Molare Masse 179,18 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,37 g·cm−3

Schmelzpunkt

187–191 °C

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302315318335
P: 301+330+331302+352305+351+338
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).

Hippursäure ist eine organische Carbonsäure. Der Name der Verbindung leitet sich von ihrem Vorkommen im Harn von Pferden (gr. hippos) ab. Biochemisch kann Hippursäure aus Glycin und der in einigen Früchten enthaltenen Benzoesäure entstehen.

Hippursäure wurde zuerst 1829 von Justus von Liebig aus Pferdeurin isoliert. Die Synthese gelang 1853 dem französischen Chemiker Victor Dessaignes mit der Umsetzung von Benzoylchlorid mit Glycin.

  1. Eintrag zu HIPPURIC ACID in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission, abgerufen am 18. September 2021.
  2. 1 2 3 Eintrag zu Hippursäure. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 28. Dezember 2014.
  3. 1 2 3 Datenblatt Hippuric acid, 98% bei Alfa Aesar, abgerufen am 6. Dezember 2019 (Seite nicht mehr abrufbar).
  4. Datenblatt Hippursäure bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 9. Oktober 2016 (PDF).
  5. Datenblatt Hippursäure bei Merck, abgerufen am 26. Dezember 2019.
  6. J. Liebig: Ueber die Säure welche in dem Harn der grasfressenden vierfüssigen Thiere enthalten ist in Annalen der Physik 93 (1829) 389–399.
  7. V. Dessaignes: Ueber die Regeneration der Hippursäure in Ann. der Chemie u. Pharm. 87 (1853) 325–327.