Histrionische Persönlichkeitsstörung

Klassifikation nach ICD-10
F60.4 Histrionische Persönlichkeitsstörung
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Die histrionische Persönlichkeitsstörung (HPS) ist gekennzeichnet durch egozentrisches, dramatisch-theatralisches, manipulatives und extravertiertes Verhalten. Typisch sind extremes Streben nach Beachtung, übertriebene Emotionalität und eine Inszenierung sozialer Interaktion. Die HPS wird daher zu den „dramatisch-emotionalen Persönlichkeitsstörungen“ in Cluster B gezählt.

Ihre Häufigkeit beträgt etwa 0,83 Prozent in der Allgemeinbevölkerung. Es gibt einen Altershöhepunkt zwischen 18 und 29 Jahren mit einer darauffolgenden altersabhängigen Abnahme.

  1. Wolfgang Tress: Persönlichkeitsstörungen: Leitlinie und Quellentext. Schattauer Verlag, 2002, ISBN 3-7945-2142-0, S. 169f.
  2. Claas-Hinrich Lammers, Carsten Spitzer: Die histrionische Persönlichkeitsstörung. In: PSYCH up2date. Band 14, Nr. 05, September 2020, ISSN 2194-8895, S. 435–449, doi:10.1055/a-1042-0612 (thieme-connect.de [abgerufen am 17. Juli 2023]).