Hochbegabung
Hochbegabung ist eine weit über dem Durchschnitt liegende intellektuelle Begabung eines Menschen. Bei dem in der Psychologie am häufigsten verwendeten Modell ist dabei ein Intelligenzquotient (IQ) von 130, ein um zwei Standardabweichungen höherer Wert als der Durchschnitt, das ausschlaggebende Kriterium. Da Intelligenztests entsprechend normiert sind, sind nach dieser Definition etwa 2,3 % der Bevölkerung hochbegabt.
Die meisten Hochbegabten sind schulisch erfolgreich sowie sozial unauffällig. Eine Minderheit von etwa 15 % der Hochbegabten fällt jedoch durch erwartungswidrige Minderleistung auf. Die Betreffenden werden häufig nicht als hochbegabt erkannt und erhalten Fehldiagnosen wie z. B. Lernstörung oder Verhaltensstörung.
Es gibt keinen Konsens in Forschung und Lehre über die genauen Ursachen von Hochbegabung. Als eine wahrscheinliche Ursache gilt eine Kombination von sozialem Umfeld (vor allem während der Kindheit) und genetischen Faktoren.
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- ↑ Studien des Marburger Hochbegabtenprojekts, Detlef H. Rost
- ↑ James T. Webb: Doppeldiagnosen und Fehldiagnosen bei Hochbegabung. Huber, Bern 2015, ISBN 978-3-456-85365-9.