Marburger Hochbegabtenprojekt

Das Marburger Hochbegabtenprojekt (MHP) (auch Rost-Studie) ist eine der wenigen prospektiven Studien mit unselektierter Untersuchungsgruppe zum Thema Hochbegabung. Das MHP gehört zu den weltweit größten Studien zu diesem Thema. Das Projekt zeichnet sich durch äußerst exakte Methodik (Versuchsplanung, Versuchsdurchführung und statistische Auswertung) aus. Hauptfragestellung des Projekts ist der Vergleich der Entwicklung von Hochbegabten und Hochleistenden mit einem Schwerpunkt auf nicht-kognitiven Variablen (Schulanpassung, Persönlichkeit, Sozialverhalten, Motivation, Arbeitshaltung, Interessen, Selbstkonzept usw.). Das Projekt wird von dem Marburger Psychologie-Professor Detlef H. Rost geleitet.

Die Studie untersucht nicht nur die Entwicklung von Hochbegabten, sondern auch die sogenannten Hochleistenden. Zwar erbringen einige Hochbegabte Spitzenleistungen, jedoch ist Hochbegabung weder notwendige noch hinreichende Voraussetzung für diese Leistungen: Weder gehören die meisten Hochbegabten zu den Hochleistenden, noch sind die meisten Hochleistenden hochbegabt. Beide Gruppen werden daher getrennt untersucht.