Holzmodifikation
Holzmodifikation, auch Holzmodifizierung im engeren Sinne bezieht sich auf die langfristig wirksame Verbesserung der Dauerhaftigkeit und Dimensionsstabilität von Holz durch chemische und thermische Behandlungsverfahren, die eine kontrollierte chemische Veränderung bestimmter Holzinhaltsstoffe möglichst im gesamten Holzquerschnitt bewirken. Im weiteren Sinne können auch andere Imprägnierungsverfahren, insbesondere durch Imprägnierharze, zur Holzmodifikation gezählt werden, welche bestimmte Holzeigenschaften deutlich verändern.
In erster Linie soll eine Besiedlung durch holzabbauende Pilze oder Insekten verzögert werden. Im Idealfall kann dann auf biozide Holzschutzmittel vollständig verzichtet werden oder eine Behandlung ist nur noch an den Schnittkanten erforderlich. Die Behandlung führt auch zur Veränderung anderer Holzeigenschaften, z. B. die Herabsetzung der Ausgleichsfeuchte, eine größere Dimensionsstabilität, eine Erhöhung oder Herabsetzung der Biegefestigkeit sowie die Optik und Abriebfestigkeit der Holzoberfläche.