Homo steinheimensis

Homo steinheimensis („Urmensch von Steinheim“) ist die Bezeichnung für einen fossilen Schädel, der am 24. Juli 1933 in Steinheim an der Murr in der Mitte einer 15 Meter hohen Kieswand der Sigristschen Kiesgrube von Karl Sigrist beim Kiesabbau gefunden wurde. Der Schädel gehörte vermutlich einer circa 25 Jahre alten Frau, die in der Holstein-Warmzeit lebte, also vor etwas mehr als 300.000 Jahren (Sauerstoff-Isotopenstufe MIS 9).

Der Originalfund ist heute im Museum am Löwentor in Stuttgart und wird dort permanent in der Dauerausstellung gezeigt. Eine Nachbildung wird im Urmensch-Museum in Steinheim ausgestellt.

  1. Karl Dietrich Adam: Der Urmensch von Steinheim an der Murr und seine Umwelt – Ein Lebensbild aus der Zeit vor einer viertel Million Jahren. Seite 4 ff.
  2. Steinheimer Urmensch. (Memento vom 27. Juni 2018 im Internet Archive) Im Original publiziert vom Förderverein Urmenschmuseum
  3. Martin Street, Thomas Terberger und Jörg Orschiedt: A critical review of the German Paleolithic hominin record. In: Journal of Human Evolution. Band 51, Nr. 6, 2006, S. 551–579 [hier: S. 554], doi:10.1016/j.jhevol.2006.04.014.