Hoohseoburg
Die Hoohseoburg (auch Hohseoburg, Ocsioburg, Hocseburg) war ein Fürstensitz im Sachsen des Frühmittelalters. Sie taucht in den fränkischen Chroniken als Sitz des sächsischen Großen Theoderich auf, der von den fränkischen Hausmeiern Karlmann und seinem Bruder Pippin in den Jahren 743 bis 748 n. Chr. mehrfach besiegt wurde.
Bis heute ist nicht sicher, wo genau die Hoohseoburg gelegen hat. Es wird seit längerer Zeit angenommen, dass es sich dabei um die Seeburg in Sachsen-Anhalt handelt. Die Ergebnisse jüngerer Ausgrabungen (1998–2011) am Heeseberg im niedersächsischen Landkreis Helmstedt lassen aber auch die Hünenburg bei Watenstedt als Standort für die Hoohseoburg möglich erscheinen.
- ↑ Steuer, Hochseeburg, in: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 15, S. 14.
- ↑ http://robert.cyty.com/archaeo/ao-watenstedt-01.html Zitat: „Nach den Untersuchungen von W.-D. Steinmetz erscheint es jetzt als sehr wahrscheinlich, dass die Hünenburg mit der Hohseoburg der fränkischen Schriftquellen identisch ist. Auch der archäologische Befund deutet darauf hin, dass die Anlage in den Auseinandersetzungen zwischen Sachsen und Franken eine wichtige Rolle spielte. Möglicherweise ist hier der Hauptort und Fürstensitz des sächsisch-ostfälischen Gebietes erfasst.“