Hrvatsko vijeće obrane
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| Führung | |||
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| Oberbefehlshaber de jure: | Präsident der Kroatischen Republik Herceg-Bosna Mate Boban (1991–1993) Krešimir Zubak (1993–1994) | ||
| Oberbefehlshaber de facto: | Präsident der Republik Kroatien Franjo Tuđman (1990–1999) | ||
| Verteidigungsminister: | Bruno Stojić (1992–1993) Vladimir Šoljić (1993–1995) | ||
| Militärischer Befehlshaber: | Oberst Milivoj Petković (ab April 1992); Generalmajor Slobodan Praljak (ab 24. Juli 1993); Generalleutnant Ante Roso (ab 12. Nov. 1993); Generalmajor Milivoj Petković (ab 26. Apr. 1994); Generalmajor Tihomir Blaškić (ab 5. Aug. 1995) | ||
| Sitz des Hauptquartiers: | Mostar | ||
| Militärische Stärke | |||
| Aktive Soldaten: | |||
| Wehrpflicht: | Ja | ||
| Wehrtauglichkeitsalter: | |||
| Geschichte | |||
| Gründung: | 8. April 1992 | ||
| Auflösung: | 2001 | ||
| Höchste Mannstärke: | 50.000 | ||
Der Hrvatsko vijeće obrane (kroatisch für Kroatischer Verteidigungsrat), kurz HVO, war die Armee der Kroaten in Bosnien-Herzegowina während des Bosnienkriegs (1992–1995). Der HVO operierte vor allem auf dem Gebiet der Kroatischen Republik Herceg-Bosna, einem international nicht anerkannten De-facto-Staat. In Sarajevo, Tuzla und Bihać kämpften HVO-Brigaden im Verband der Armee der Republik Bosnien und Herzegowina (ARBiH).
Der HVO entstand aus selbstorganisierten paramilitärischen Einheiten von kroatischen Freiwilligen, die sich unter dem Eindruck des Kroatienkrieges unmittelbar vor Beginn des Bosnienkriegs gebildet hatten (z. B. 1. bojna „Poskok“). Die Zentralregierung in Sarajevo lehnte eine Verteidigung der kroatischen Dörfer in Bosnien und Herzegowina ab und schaute passiv auf die serbischen Angriffe („Das ist nicht unser Krieg“ Alija Izetbegović, damals Präsident der Republik). Dadurch bestand der HVO zu Kriegsbeginn größtenteils aus lokal organisierten, milizenartigen Infanteriebrigaden, deren Aufgabe darin bestand, die kroatische Bevölkerung zu schützen und die Politik des bosnisch-herzegowinischen Zweiges der Partei HDZ durchzusetzen. Die Unterstützung der verbündeten und teils gemeinsam operierenden kroatischen Armee durch Ausbildung, Ausrüstung und Personal machte den HVO mit einer Gesamtstärke von bis zu 50.000 Soldaten zur effektivsten Streitmacht im Bosnienkrieg. Auch ausländische Söldner aus Europa und Übersee dienten im HVO. Angehörige des HVO verübten Kriegsverbrechen und ethnische Säuberungen an der bosniakischen und serbischen Zivilbevölkerung.
- ↑ Dr. Nigel Thomas, Krunoslav Mikulan: The Yugoslav Wars (2) : Bosnia, Kosovo and Macedonia (1992–2001). Osprey Publishing Ltd., Oxford 2006, ISBN 978-1-84176-964-6, S. 18.
- 1 2 Ozren Žunec, Tarik Kulenović: Die jugoslawische Volksarmee und ihre Erben. In: Dunja Melčić (Hrsg.): Der Jugoslawien-Krieg : Handbuch zu Vorgeschichte, Verlauf und Konsequenzen. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2007, ISBN 978-3-531-33219-2, 23.2.4. Der Kroatische Verteidigungsrat (HVO), S. 394: „Der HVO formierte sich primär als territorial gebundene Armee ohne strategische Einheiten, wobei seine Aufgaben darin bestanden, die kroatische Bevölkerung zu schützen und die Politik des bosnisch-herzegowinischen Ablegers der HDZ durchzusetzen.“
- ↑ Central Intelligence Agency [CIA] – Office of Russian and European Analysis (Hrsg.): Balkan Battlegrounds : A Military History of the Yugoslav Conflict. Band 2. Washington DC 2003, Military Strategy, S. 294: „In early 1992 Zagreb stepped up its shipments of weapons and equipment and continued the organization of what become the Croatian Defense Council (HVO) – the Bosnian Croat army.“
- ↑ Nigel Thomas, Krunoslav Mikulan: The Yugoslav Wars (2) : Bosnia, Kosovo and Macedonia (1992–2001). Osprey Publishing Ltd., Oxford 2006, ISBN 978-1-84176-964-6, S. 21.
- ↑ Ezher Beganović: Psi rata Hrvatskog vijeća odbrane. In: Islamski omladinski časopis. Nr. 162, 20. Januar 2006 (saff.ba).
- ↑ Paul Mojzes: Balkan Genocides: Holocaust and Ethnic Cleansing in the Twentieth Century. Rowman & Littlefield Publishers, Plymouth 2011, S. 168.