Hubble-Weltraumteleskop

Hubble Space Telescope (HST)
Weltraumteleskop
Bild vom Hubble-Weltraumteleskop über der Erde
TypOptisches Teleskop
Umlaufbahn
OrbittypErdorbit
Perigäum490 km
Apogäum492 km
Bahnneigung28,5°
Teleskopdaten
KonstruktionRitchey-Chrétien-Cassegrain-Teleskop
Spiegeldurchmesser2,4 m
Aperturf/24
WellenlängenUltraviolett, Sichtbares Licht, Nahes Infrarot
(ca. 200 bis 1700 nm)
MessinstrumenteAktuell (2025)
  • Advanced Camera for Surveys (ACS)
  • Wide Field Camera 3 (WFC3)
  • Cosmic Origins Spectrograph (COS)
  • Space Telescope Imaging Spectrograph (STIS)
  • Near Infrared Camera and Multi-Object Spectrometer (NICMOS)
Missionsinfos
BetreiberNational Aeronautics and Space Administration NASA
COSPAR-ID1990-037B
Start24. April 1990, 12:33 UTC
Statusaktiv

Das Hubble-Weltraumteleskop (englisch Hubble Space Telescope, kurz HST) ist ein Weltraumteleskop, das von der NASA mit Unterstützung durch die ESA entwickelt wurde und das nach dem Astronomen Edwin Hubble benannt ist. Es kreist in einer Höhe von 490 bis 492 Kilometern (November 2025) über der Erdoberfläche um die Erde und arbeitet im Bereich des elektromagnetischen Spektrums vom Infrarotbereich über das sichtbare Licht bis in den Ultraviolettbereich. Der Spiegeldurchmesser beträgt 2,4 Meter.

Das HST wurde am 24. April 1990 mit der Space-Shuttle-Mission STS-31 gestartet und am nächsten Tag aus dem Frachtraum der Discovery ausgesetzt. Es war das erste von vier Weltraumteleskopen der NASA im Rahmen des Great-Observatories-Programms. Die anderen drei Weltraumteleskope sind Compton Gamma Ray Observatory, Chandra X-Ray Observatory und Spitzer-Weltraumteleskop.

Nach dem Aussetzen des Teleskops entsprach die Bildqualität nicht den Erwartungen. Ein Fehler des Hauptspiegels führte zu Bildern, die praktisch nicht brauchbar waren. Drei Jahre später wurde 1993 mit Hilfe des COSTAR-Spiegelsystems (Corrective Optics Space Telescope Axial Replacement) der Fehler erfolgreich korrigiert. Nach dieser ersten Reparaturmission STS-61 gab es weitere Wartungsmissionen: STS-82, STS-103, STS-109 und STS-125. Mit der fünften und letzten Wartungsmission im Mai 2009 wurde die COSTAR-Korrektur überflüssig, da alle Instrumente ein eigenes System zur Korrektur des Spiegelfehlers hatten.

  1. Bahndaten nach HST. N2YO, abgerufen am 7. November 2025 (englisch).
  2. 1 2 Buddy Nelson: Hubble Space Telescope: Servicing Mission 4 Media Reference Guide. NASA/Lockheed Martin, 2009, S. 1–5, abgerufen am 31. Mai 2018 (englisch).
  3. Tilmann Althaus: Warum hatte Hubble einen Sehfehler? Spektrum.de, 22. Juli 2020, abgerufen am 22. November 2023.