Hypervitaminose

Klassifikation nach ICD-10
E67 Sonstige Überernährung
E67.0 Hypervitaminose A
E67.1 Hyperkarotinämie
E67.2 Hypervitaminose B6
E67.3 Hypervitaminose D
E67.8 Sonstige näher bezeichnete Überernährung
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Klassifikation nach ICD-11
5B90 Vitaminüberschüsse
5B90.0 Hypervitaminose A
8D41.2 Pseudotumor cerebri mit Bezug zu Vitamin-A-Hypervitaminose
5B90.1 Hyperkarotinämie
5B90.2 Hypervitaminose D
5B90.3 Megavitamin B6-Syndrom
8D41.0 Periphere Neuropathie durch Vitamin-B6-Überernährung
5B90.Y Sonstige näher bezeichnete Vitaminüberschüsse
5B90.Z Nicht näher bezeichnete Vitaminüberschüsse
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Als Hypervitaminose oder Vitaminüberversorgung werden jene Erscheinungen (Krankheitssymptome) zusammengefasst, die bei übermäßiger, über dem Bedarf liegender Zufuhr der entsprechenden Vitamine, beispielsweise als Überversorgung durch Ernährung, in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder Vitaminpräparaten, aber auch bei parenteraler Gabe, auftreten können.

Überdosierungserscheinungen treten wesentlich eher bei den fettlöslichen Vitaminen (insbesondere bei den Vitaminen A und D) auf, da diese nicht wie die wasserlöslichen Vitamine über die Niere ausgeschieden werden können. Eine Überdosierung kann daher akut durch eine 50–100-fache Tagesdosis erfolgen oder chronisch durch langfristige Einnahme nur geringfügig überhöhter Dosen (Vitamin A ab etwa 5-facher Tagesdosis). Eine ernährungsbedingte Hypervitaminose kann praktisch nur durch Vitamin A aus Leber oder Lebertran auftreten.

Ein Vitaminmangel wird mit Hypovitaminose und ein Fehlen von Vitaminen mit Avitaminose bezeichnet.