Ich-Syntonie

Ich-Syntonie bedeutet, dass eine Person ihre Gedanken, Emotionen, Affekte und Verhaltensweisen als zu ihrem Ich gehörend erlebt. Diese stehen mit dem eigenen Selbstbild und persönlichen Werten im Einklang und werden prinzipiell als normal, richtig und angemessen wahrgenommen, nicht als fremd oder störend. Dies hat auch zur Folge, dass eigene negative, abweichende oder normverletzende Verhaltensweisen nicht als problematisch erkannt werden, selbst wenn die betroffene Person von anderen darauf hingewiesen wird. Es entsteht ihr also kein eigener Leidensdruck. Da Ich-Syntonie häufig im Kontext bestimmter psychischer Störungen auftritt, kann sie jedoch für die Umgebung der Betroffenen belastend und sogar schädlich sein. Der Gegensatz zur Ich-Syntonie ist die Ich-Dystonie.