Illegaler Nationalsozialist
Die Bezeichnung illegaler Nationalsozialist bezieht sich auf Personen in Österreich, die zwischen 1933 und 1938, in der Zeit der Ersten Republik, Aktivitäten für die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP-Hitlerbewegung) ausführten oder ihr beitraten, obwohl die Partei durch einen Erlass des Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß am 19. Juni 1933 verboten worden war. Dieses Verbot blieb bis zum „Anschluss Österreichs“ an das Deutsche Reich am 12. März 1938 in Kraft („Verbotszeit“). Diejenigen, die sich in dieser Zeit dennoch für die NSDAP engagierten oder ihr über Untergrundzellen beitraten, galten als „Illegale“.
- ↑ Wer waren die illegalen Nazis? Kollektivbiografische und sozialstrukturelle Untersuchungen zum Nationalsozialismus in Österreich von 1933 bis 1938. Projektdauer: 1. April 2015 bis 31. Oktober 2017, Projektleitung: Kurt Bauer. In: lbg.ac.at. Ludwig Boltzmann Institute for Digital History, abgerufen am 10. August 2025.
- ↑ Hans Schafranek: Österreichische Nationalsozialisten in der Illegalität 1933–1938. Ein Forschungsbericht. In: Florian Wenninger, Lucile Dreidemy (Hrsg.): Das Dollfuß/Schuschnigg-Regime 1933–1938. Vermessung eines Forschungsfeldes. Böhlau, Wien 2013, ISBN 978-3-205-78770-9, S. 105–137, doi:10.7767/boehlau.9783205789581.105 (vr-elibrary.de – eingeschränkte Vorschau).
- ↑ Verfassungsgesetz vom 8. Mai 1945 über das Verbot der NSDAP (Verbotsgesetz), Abschnitt III. In: ns-quellen.at, abgerufen am 18. Februar 2024.