Imago (Psychologie)
Imago (lat. „Bild“) war bereits im alten Rom ein spezieller Begriff für die portraitartige Wachsmaske, mit der die Leichen auf dem Forum Romanum ausgestellt wurden. Es hat damit einen etwas idealisierenden bzw. auch magisch-irrealen oder wundersamen Charakter, der mit einer Bildwirkung meist verbunden ist.
In psychologischer Hinsicht ist Imago vor allem ein Begriff aus der Analytischen Psychologie und wurde erstmals von deren Begründer Carl Gustav Jung verwendet.
Mit Imago wird das innere, meist unbewusste Vorstellungsbild einer bestimmten Person bezeichnet, das auch nach der realen Begegnung mit dieser Person in der Psyche fortlebt. Somit wird auch die Wahrnehmung späterer Beziehungen entscheidend mitgeprägt. Imago ist damit als neuropsychologisches Phänomen zu verstehen, das die psychischen Verknüpfungen in sich enthält, die mit dem „Bild“ naher Bezugspersonen verbunden sind.