Immunkomplexvaskulitis
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| M31 | Sonstige nekrotisierende Vaskulopathien |
| M31.0 | Hypersensitivitätsangiitis, inkl. Goodpasture-Syndrom |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Die Immunkomplexvaskulitis ist eine nicht-bakterielle Entzündung der Blutgefäße („Vaskulitis“) und gehört neben der Wegener-Granulomatose (granulomatöse Vaskulitis) und der ANCA-assoziierten Vaskulitis zu den Untergruppen der Gefäßentzündungen. Bei der Immunkomplexvaskulitis werden die Gefäßwände durch eine immunologische Reaktion angegriffen. Sind körpereigene Antikörper, Bakterien oder Medikamentenbestandteile dafür verantwortlich, dass sich Immunkomplexe bilden, die sich in den Gefäßwänden ablagern und diese schädigen, so ist im Blut ein Abfall der Komplementwerte nachweisbar. Die Histologie einer Immunkomplexvaskulitis ist gekennzeichnet durch: Endothelschwellung, Diapedese von Granulozyten und Lymphozytenanreicherung um die Blutgefäße herum (perivaskulär).
- ↑ K.-G. Hermann: Die rheumatoide Arthritis: Pathologische Anatomie, S. 81. hier online (abgerufen am 17. September 2012).