Inkompressibilität

Von Inkompressibilität spricht man, wenn das Volumen eines Körpers trotz einer Krafteinwirkung oder Druckänderung als konstant angenommen werden kann. Da Kompressibilität eine fundamentale Eigenschaft jeder Materie ist, also jeder Stoff unter entsprechendem Aufwand komprimierbar ist, ist die Inkompressibilität nur eine idealisierende Annahme zur vereinfachten Beschreibung physikalischer Vorgänge.

Ist bei dem physikalischen Vorgang auch die Temperatur konstant (isotherme Zustandsänderung), so beinhaltet die Annahme der Inkompressibilität auch eine konstante Dichte. Es gilt

mit
= infinitesimale Volumenänderung
= infinitesimale Druckänderung
= Temperatur (konstant während der Veränderung)

Das Volumen enthält hierbei stets dieselbe Anzahl von Teilchen, d. h. die Masse bleibt konstant. Weiterhin finden keine chemische Reaktion und auch keine Phasenübergänge statt (fest – flüssig – gasförmig).

  1. Inkompressibilität. In: Lexikon der Geowissenschaften. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2000, abgerufen am 26. November 2021.
  2. Beibei Lai, Siyuan Liu, John Cahir, Yueting Sun, Haixia Yin, Tristan Youngs, Jin‐Chong Tan, Sergio F. Fonrouge, Mario G. Del Pópolo, José L. Borioni, Deborah E. Crawford, Francesca M. Alexander, Chunchun Li, Steven E. J. Bell, Barry Murrer, Stuart L. James: Liquids with High Compressibility. In: Advanced Materials. Band 35, Nr. 44, November 2023, ISSN 0935-9648, doi:10.1002/adma.202306521 (wiley.com [abgerufen am 9. April 2026]).
  3. Shigeru Itoh: Shock Waves in Liquids. In: Handbook of Shock Waves. Elsevier, 2001, ISBN 978-0-12-086430-0, S. 263–314, doi:10.1016/b978-012086430-0/50006-3 (elsevier.com [abgerufen am 9. April 2026]).