Institut für Sozialforschung

Institut für Sozialforschung
Rechtsform Stiftung bürgerlichen Rechts
Gründung 1923 / offiziell eröffnet: 22. Juni 1924
Gründer Felix Weil
Sitz Frankfurt am Main ()
Vorsitz Stephan Lessenich
Personen Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Carl Grünberg (Gründungsdirektor)
Website www.ifs.uni-frankfurt.de

Das Institut für Sozialforschung (IfS) an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main wurde 1923 durch eine Stiftung des Kaufmanns und Mäzens Hermann Weil und seines Sohnes Felix Weil gegründet. Nach den Anfängen mit einem akademischen Marxismus in den ersten Jahren erhielt das Institut seine schulbildende Bedeutung mit der Übernahme der Leitung durch Max Horkheimer 1931, der es zur zentralen Forschungsstätte der Kritischen Theorie machte. Nach seiner durch die nationalsozialistische Herrschaft erzwungenen Emigration in die USA wurde es 1951 unter der Leitung Max Horkheimers als Forschungs- und Lehrstätte in Frankfurt am Main wiedereröffnet. Nach Horkheimers Rückzug wurden zunächst Theodor W. Adorno, nach dessen Tod Ludwig von Friedeburg geschäftsführende Direktoren. Nachdem Friedeburg 1969 zum Hessischen Kultusminister berufen worden war, wurde Gerhard Brandt, ein ehemaliger Assistent Friedeburgs, 1972 zum Direktor berufen und bildete nach der Rückkehr Friedeburgs 1974 mit ihm eine Doppelspitze. Brandt verließ 1984 das Institut, während Friedeburg bis zu seinem Tod dessen geschäftsführender Direktor blieb, bevor die Institutsleitung in der Zeit von 2001 bis 2018 von Axel Honneth, einem Schüler von Jürgen Habermas, wahrgenommen wurde. Danach lag die kommissarische Leitung bei Ferdinand Sutterlüty. Ihm folgte als Institutsleiter 2021 Stephan Lessenich, der an der Goethe-Universität eine Professur für Gesellschaftstheorie und Sozialforschung antrat. Er trat dieses Amt mit der Überzeugung an, dass es „wenige sozialwissenschaftliche Institutionen [gibt], zumal in Deutschland, die von einer ähnlichen Aura umgeben sind wie das Institut für Sozialforschung“.

  1. Claus-Jürgen Göpfert: „Wir wollen kein Museum sein“. In: Frankfurter Rundschau. 19. Februar 2019, abgerufen am 19. Februar 2019.
  2. Sascha Zoske: Lessenich neuer Direktor des Instituts für Sozialforschung. FAZ.net, 1. April 2021.
  3. Stephan Lessenich: Petit Auberge Aufbruch. Zu den Möglichkeitsräumen kritischer Sozialforschung heute. In: Soziologie. 51. Jg. (2022), H. 3, S. 116.