Iveco T-Reihe
| IVECO | |
|---|---|
| T-Reihe | |
| Hersteller | IVECO |
| Verkaufsbezeichnung | T-Reihe |
| Produktionszeitraum | 1977–1990 |
| Vorgängermodell | Magirus D-Reihe Fiat 160/180 |
| Nachfolgemodell | Iveco TurboTech |
| Technische Daten | |
| Motoren | 9,5–17,2 Liter |
| Leistung | 188–280 kW |
| zul. Gesamtgewicht | 16–26 t |
Die Iveco T-Reihe war eine schwere Nutzfahrzeugbaureihe des Herstellers Iveco.
Sie wurde auf der IAA 1977 in Frankfurt präsentiert und war die erste konzernweit einheitlich angebotene Lastwagenbaureihe. Anfangs wurde die T-Reihe noch parallel unter den vier Markennamen der in Iveco aufgegangenen Nutzfahrzeughersteller Fiat, OM, Unic und Magirus-Deutz angeboten. Die Nah- und Fernverkehrskabinen waren eine Modifizierung der von Fiat 1970 eingeführten Frontlenkerkabine, die u. a. eine vergrößerte Frontscheibe erhielt. Auf dem Lkw-Markt konkurrierte die T-Reihe in erster Linie mit dem Mercedes-Benz NG, dem MAN F8 und dem Volvo F12.
Bei Magirus wurde sie als M-Reihe bezeichnet und löste ab 1978 die D-Reihe ab, die noch auf dem 1963 eingeführten Transeuropa-Führerhaus basierte. Produziert wurde die M-Reihe in Turin und Trappes. Während Magirus auf luftgekühlte Deutz-Dieselmotoren setzte, bot Fiat die gleichen Fahrzeuge als Fiat 190 mit wassergekühlten Motoren an. 1981 wurden die wassergekühlten Fiat-Motoren in das Magirus-Programm übernommen. Die luftgekühlten Motoren wurden nach und nach aus dem Programm genommen. Ab dem 1. Januar 1983 wurden alle Produkte von Magirus-Deutz in Deutschland unter den Namen Iveco Magirus vertrieben. Anstelle des großen Magirus-Deutz-Schriftzugs mit kleinem Iveco-Logo trugen die Fahrzeuge nun einen großen Iveco- und einen kleinen Magirus-Schriftzug auf dem Kühlergrill. Oberhalb der T-Reihe wurde ab 1984 der Iveco TurboStar angeboten, der abweichend zur T-Reihe über ein Großraumfahrerhaus und leistungsstärkere Motoren verfügte. 1985 wurde die T-Reihe optisch an den TurboStar angeglichen und erhielt u. a. eine Frontstoßstange und vordere Kotflügel aus dunkelgrauem Kunststoff. Der Magirus-Schriftzug entfiel, dafür gab es einen neuen Turbo-Schriftzug oberhalb des Kühlergrills. Am 14. März 1985 lief mit dem 190-30 der erste in Deutschland gefertigte Lkw der T-Reihe vom Band. Die T-Reihe wurde nun in Ulm und Turin gebaut. 1990 wurde die T-Reihe zum Iveco TurboTech weiterentwickelt und abgelöst.
Eine ganze Reihe von Lastwagen aus dem russischen Uralski Awtomobilny Sawod nutzt aufgrund einer Kooperation der Hersteller noch 2016 das Fahrerhaus der Iveco-T-Reihe. Dazu gehören Typen wie der schwere Ural-5323, aber auch der Ural-43206 und Versionen des bekannten Ural-4320.