Iwans Kindheit
| Film | |
| Titel | Iwans Kindheit |
|---|---|
| Originaltitel | Иваново детство |
| Transkription | Iwanowo detstwo |
| Produktionsland | UdSSR |
| Originalsprache | Russisch |
| Erscheinungsjahr | 1962 |
| Länge | 95 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Andrei Tarkowski |
| Drehbuch | Michail Papawa |
| Produktion | G. Kusnezow |
| Musik | Wjatscheslaw Owtschinnikow |
| Kamera | Wadim Jussow |
| Schnitt | Ljudmila Feiginowa |
| Besetzung | |
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Iwans Kindheit (russisch Иваново детство, Iwanowo detstwo) ist der erste abendfüllende Spielfilm des sowjetischen Regisseurs Andrei Tarkowski aus dem Jahr 1962. Im Mittelpunkt steht ein 12-jähriger Junge, gespielt von Kolja Burljajew, der, vom Krieg verwaist, „seine Verstörung durch Härte niederkämpft“ und sich in vorderster Front einen Posten im Aufklärungsdienst der Roten Armee erobert. Im Gegensatz zu den heroisierenden Darstellungen, die vor der chruschtschowschen „Tauwetter-Periode“ das Genre des sowjetischen Kriegsfilms beherrschten, reihte sich Iwans Kindheit – neben stilbildenden Werken wie Die Kraniche ziehen – unter die neuen Filme ein, die anhand von Einzelschicksalen nach dem menschlichen Tribut fragten, den der Krieg einforderte.
Bei seinem internationalen Debüt errang Tarkowski auf Anhieb einen der großen Preise – den Goldenen Löwen auf den Filmfestspielen von Venedig 1962. Mehrere bedeutende Filmemacher bekannten sich zu dem starken Einfluss, den Iwans Kindheit auf ihr Schaffen ausgeübt habe, so Ingmar Bergman, Sergei Paradschanow und Krzysztof Kieślowski (Bergman: „Meine Entdeckung von Tarkowskis erstem Film war wie ein Wunder“).
- ↑ Klaus Kreimeier: Iwans Kindheit. Erstveröffentlichung in: Andrej Tarkowskij; Band 39 der Reihe Film, herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Kinemathek von Peter W. Jansen und Wolfram Schütte im Carl Hanser Verlag, München/Wien 1987; Zweitveröffentlichung in der filmzentrale mit freundlicher Genehmigung des Carl Hanser Verlags, abgerufen am 28. Juli 2020.
- ↑ Vida T. Johnson, Graham Petrie: The films of Andrei Tarkovsky: a visual fugue. Indiana University Press, 1994, ISBN 0-253-20887-4, S. 77.
- ↑ Ingmar Bergman: On Tarkovsky. www.nostalghia.com (englisch, eigene Übertragung), abgerufen am 28. Juli 2020.