Jüdischer Kalender

Der jüdische Kalender (hebräisch הַלּוּחַ הָעִבְרִי HaLūach haʿIvrī, deutsch die Hebräische Tafel, englisch Hebrew Calendar, sinngemäß ‚der Hebräische Kalender‘) ist ein Lunisolarkalender, der im Jahr 3761 v. Chr. mit der Zählung beginnt. Die Monate sind wie bei einfachen Mondkalendern an den Mondphasen ausgerichtet, Rosch Chodesch, (hebräisch ראש חודש rōʾš ḥōdæš). Neben einem Normaljahr mit 12 Mondmonaten (ordentlich 354 Tage lang) gibt es Schaltjahre mit 13 Mondmonaten (ordentlich 384 Tage lang) zur Angleichung an das Sonnenjahr. Die kalendarischen Ausnahmeregeln können zu einer Verlängerung oder Verkürzung der ordentlichen Jahreslängen um jeweils einen Tag führen.

Das jüdische Jahr beginnt heutzutage im Herbst mit dem Tischri, die Reihe der Monate dagegen im Frühjahr mit dem Nisan. In biblischer Zeit waren beide Monate als Jahresanfang gebräuchlich, wobei im wirtschaftlichen und zivilen Bereich der Tischri verwendet wurde (so begannen die Sabbatjahre mit dem Tischri), im religiösen Bereich aber der Nisan, der Monat, in dem das Volk Israel aus Ägypten auszog.

Die Monatsnamen sind chaldäisch und stammen aus dem babylonischen Exil. Sie wurden aus dem babylonischen Kalender übernommen.