Java (Programmiersprache)
| Java | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Paradigmen: | Objektorientierte Programmiersprache |
| Erscheinungsjahr: | 1995 |
| Designer: | James Gosling, Sun Microsystems |
| Entwickler: | Sun Microsystems, Oracle, James Gosling |
| Aktuelle Version | Java SE 26 (17. März 2026) |
| Typisierung: | stark, statisch |
| Beeinflusst von: | C++, C, Ada, Simula-67, Smalltalk, Objective-C, Object Pascal, Oberon, Eiffel, Modula-3, Mesa (Programmiersprache), Simula, C#, UCSD Pascal |
| Beeinflusste: | Groovy, Clojure, C#, Scala, Vala, ActionScript, Seed7, Kotlin, JavaScript |
| Betriebssystem: | plattformunabhängig |
| Lizenz: | GNU General Public License |
| www.oracle.com/java/ | |
Java ist eine objektorientierte Programmiersprache und eine eingetragene Marke des Unternehmens Sun Microsystems, welches 2010 von Oracle übernommen wurde. Die Programmiersprache ist ein Bestandteil der Java-Technologie – diese besteht grundsätzlich aus dem Java-Entwicklungswerkzeug (JDK) zum Erstellen von Java-Programmen und der Java-Laufzeitumgebung (JRE) zu deren Ausführung. Die Laufzeitumgebung selbst umfasst die virtuelle Maschine (JVM) und die mitgelieferten Bibliotheken. Java als Programmiersprache sollte nicht mit der Java-Technologie gleichgesetzt werden; Java-Laufzeitumgebungen führen Bytecode aus, der sowohl aus der Programmiersprache Java als auch aus anderen Programmiersprachen wie Groovy, Kotlin und Scala kompiliert werden kann. Im Prinzip könnte jede Programmiersprache als Grundlage für Java-Bytecode genutzt werden, für die meisten existieren aber keine passenden Bytecode-Compiler.
Die Programmiersprache Java dient innerhalb der Java-Technologie vor allem zum Formulieren von Programmen. Diese liegen zunächst als reiner, menschenverständlicher Text vor, dem sogenannten Quellcode. Dieser Quellcode ist nicht direkt ausführbar; erst der Java-Compiler, der Teil des Entwicklungswerkzeugs ist, übersetzt ihn in den maschinenverständlichen Java-Bytecode. Die Maschine, die diesen Bytecode ausführt, ist jedoch typischerweise virtuell – das heißt, der Code wird meist nicht direkt durch Hardware, wie z. B. einen Mikroprozessor, ausgeführt, sondern durch entsprechende Software auf der Zielplattform.
Zweck dieser Virtualisierung ist Plattformunabhängigkeit: Das Programm soll ohne weitere Änderung auf jeder Rechnerarchitektur laufen können, sofern dort eine passende Laufzeitumgebung installiert ist. Oracle selbst bietet Laufzeitumgebungen für die Betriebssysteme Linux, macOS und Windows an. Andere Hersteller lassen eigene Java-Laufzeitumgebungen für ihre Plattform zertifizieren. Auch in Autos, HiFi-Anlagen und anderen elektronischen Geräten wird Java verwendet.
Um die Ausführungsgeschwindigkeit zu erhöhen, werden Konzepte wie die Just-in-time-Kompilierung und die Hotspot-Optimierung verwendet. In Bezug auf den eigentlichen Ausführungsvorgang kann die JVM den Bytecode also interpretieren, ihn bei Bedarf jedoch auch kompilieren und optimieren.
Java ist eine der populärsten Programmiersprachen. In dem seit 2001 veröffentlichten TIOBE-Index lag Java bis 2020, konkurrierend mit C, stets auf den ersten beiden Plätzen. Seit 2021 belegt jedoch Python den ersten Platz dieses Rankings – gefolgt von C, C++ und Java. Der Anteil von Java sank von ca. 25 % im Jahr 2001 auf etwa 10 % (2021–2025). Nach dem RedMonk-Programmiersprachenindex liegt Java seit 2020 bzw. 2021 hinter JavaScript und Python.
- ↑ www.oracle.com.
- ↑ JDK 26.
- ↑ www.lemondeinformatique.fr.
- ↑ TIOBE Programming Community Index. tiobe.com, 7. Januar 2025, abgerufen am 7. Januar 2025 (englisch).
- ↑ Rachel Stephens: RedMonk Top 20 Languages Over Time: January 2025. In: tecosystems. RedMonk, 18. Juni 2025, abgerufen am 17. September 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Silke Hahn: Python schreibt Geschichte: Platz 2 im Programmiersprachen-Ranking. heise online, 3. März 2020, abgerufen am 5. März 2020.