Johann August Sutter

Johann August Sutter (* 23. Februar 1803 in Kandern; † 18. Juni 1880 in Washington, D.C.) war ein Schweizer Kaufmann, der in Kalifornien zum Grossgrundbesitzer und Gründer der Privatkolonie Neu-Helvetien wurde. Sutter nahm 1840 die mexikanische Staatsbürgerschaft an. Bei seinem Sägewerk (Sutter’s Mill) wurde im Januar 1848 Gold gefunden. Dieser Fund löste den kalifornischen Goldrausch aus.

Lange wurde Sutter sowohl in den USA wie auch in der Schweiz als Pionier und Held gesehen. Seit den 1980er Jahren wird mehr und mehr seine fragwürdige Seite als Abenteurer, Milizenführer, Sklavenhalter dargestellt.

  1. In der Literatur findet sich als Geburtsdatum auch der 15. Februar, aber im Geburts- und Taufregister der Gemeinde Kandern ist eingetragen: «23. Februar 1803 früh um 5 Uhr». Durch die Uhrzeit und den bei anderen Eintragungen klar ersichtlichen Gebrauch, dass in Kandern der tatsächliche Geburtstag und nicht der Tauftag eingetragen wurden, ist der 23. Februar definitiv als Geburtstag anzusehen. Siehe hierzu Lüthi S. 22; dort auch das Zitat.
  2. Zum Zeitpunkt von Sutters Geburt gehörte Kandern zur Markgrafschaft Baden. In der Literatur wird vielfach das Grossherzogtum Baden genannt, was aber nicht ganz korrekt ist. Zum Zeitpunkt der Geburt war der Reichsdeputationshauptschluss noch nicht rechtswirksam. Als er dies am 27. April 1803 wurde, gehörte Kandern zunächst zum Kurfürstentum Baden und erst mit der Rheinbundakte vom 12. Juli 1806 entstand das Grossherzogtum Baden.
  1. Rachel Huber, Bernard Degen: John Sutter – General Sutter. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 4. November 2021.
  2. Rachel Huber: Johann August Sutter: Ein Pionier mit dunkler Seite. Schweiz. Nationalmuseum, 21. April 2021, abgerufen am 18. Juni 2022 (deutsch).