Johannes Bückler
Johannes Bückler (französisch Jean Buckler, genannt Schinderhannes oder Schinnerhannes, * vermutlich Herbst 1779 in Miehlen oder Weidenbach im Taunus; † 21. November 1803 in Mainz) war ein deutscher Räuber, der vor allem im Hunsrück sein Unwesen trieb. Ihm und seinen insgesamt ca. 200 Mittätern konnten mindestens 211 schwere Straftaten, zumeist Diebstähle, Erpressungen und Raubüberfälle, aber auch Raubmord und Mord nachgewiesen werden. 1802 gefasst, wurde er 1803 hingerichtet.
Bereits zu Bücklers Lebzeiten setzte eine Legendenbildung ein, die den Berufsverbrecher romantisch verklärte. Das Bild des „edlen Räubers“, das zahlreiche Volkslieder, Erzählungen, Bühnenstücke und Filme von ihm zeichneten, ist jedoch ein Mythos, der mit der historischen Wirklichkeit wenig bis nichts zu tun hat.
Der Spitzname Schinderhannes geht laut Bücklers eigener Aussage in den Verhörprotokollen von 1802 und 1803 darauf zurück, dass er in jungen Jahren bei zwei Abdeckern, die auch als Schinder bezeichnet wurden, in die Lehre gegangen sei.
- ↑ Infotafel im Schinderhannesturm, Simmern