F120 ist die marineinterne Bezeichnung einer ehemaligen Fregattenklasse der Bundesmarine, auch nach ihrem Typschiff Köln-Klasse benannt. Die Schiffe wurden zwischen 1961 und 1964 in Dienst gestellt. Zusammen mit den Zerstörern der Hamburg-Klasse waren sie die ersten Neubauten für die Bundesmarine. Die Konstruktion war nahezu identisch mit der der Hamburg-Klasse, mit einem niedrigen Glattdeck, hohen Aufbauten und dem markanten Bug. Entwickelt auf der Werft H. C. Stülcken Sohn in Hamburg, stellten sie mit dem neuen CODAG-Antrieb eine Weltpremiere dar.
Als Aufgaben waren Geleitaufgaben, hauptsächlich U-Jagd vorgesehen. Die Schiffe wurden zunächst als „Geleitboot 55“ bezeichnet und dem 2. Geleitgeschwader in Cuxhaven zugeordnet. Am 3. April 1968 verlegte man das 2. Geleitgeschwader von Cuxhaven nach Wilhelmshaven. Die Emden und die Karlsruhe schieden aus dem Geschwader aus und traten vorübergehend zum Flottendienstgeschwader in Flensburg, von dem die Karlsruhe am 1. Oktober 1973, die Emden am 1. April 1974 wieder zum 2. Geleitgeschwader zurückkehrten.
Zwischen 1982 und 1989 wurden die Fregatten der Klasse 120 außer Dienst gestellt. Die Augsburg wurde abgewrackt, die Köln im Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr Marine in Neustadt als Übungshulk verwertet, die Fregatten Emden, Karlsruhe, Lübeck und Braunschweig wurden an die türkische Marine abgegeben.
- ↑ Der ursprüngliche Planungsbegriff war „Geleitboot Typ 55“
- ↑ Hugh und David Lyon: Kriegsschiffe von 1900 bis heute Technik und Einsatz. Buch und Zeit Verlagsgesellschaft mbH, Köln 1978, S. 132.