Königsdorfer Tunnel

Königsdorfer Tunnel
Horremer Tunnel
Triebwagen fährt aus dem Königsdorfer Tunnel (1950)
Nutzung Eisenbahntunnel (abgetragen)
Verkehrsverbindung Eisenbahnstrecke Köln–Aachen
Ort Frechen-Königsdorf
Länge 1623 m
Anzahl der Röhren 1
Größte Überdeckung 35 m
Bau
Baubeginn 1837
Fertigstellung 1841
Betrieb
Freigabe 1. September 1841
Schließung 1954
Lagekarte
Koordinaten
Standort des ehemaligen Ostportals 50° 55′ 59,7″ N,  45′ 43,9″ O
Standort des ehemaligen Westportals 50° 55′ 35,3″ N,  44′ 30,4″ O

Der Königsdorfer Tunnel oder auch Horremer Tunnel war ein 1623 m langer Eisenbahntunnel auf der Stammstrecke der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft. Er lag zwischen Königsdorf und Horrem an der heutigen Eisenbahnstrecke Köln–Aachen unter dem Höhenzug der Ville. Der Tunnel hatte eine maximale Überdeckung von 35 m. Beim Beginn seiner Errichtung war er der längste Eisenbahntunnel Europas, der bald darauf begonnenen Box Tunnel in England war jedoch noch länger und wurde kurz vor dem Königsdorfer Tunnel fertig. Im August 1954 wurde mit der Abtragung des Tunnels begonnen, die im Dezember 1955 beendet war. Die Züge fahren nun durch einen etwa 30 m tiefen und schnurgeraden Einschnitt, der die Lage des ehemaligen Tunnels markiert. Außerdem ist nördlich der Gleise bei Streckenkilometer 14,8 ein kleiner Rest des historischen Tunnelportals erhalten.