K-Hole

K-Hole (Ketamin-Loch) ist ein Ausdruck innerhalb der Drogenszene für einen Zustand nach der Einnahme von Ketamin, bei dem es zu einer circa 30-minütigen Dissoziation kommt. Hierbei können Ataxie, Dysarthrie, muskuläre Hypertonie und Myoklonie auftreten. Äußerlich gleicht der Zustand häufig einer Bewusstlosigkeit.

Das subjektive Erleben eines K-Hole verläuft unterschiedlich, berichtet wird von akustischen Halluzinationen, Reisen durch einen dunklen Tunnel, Visionen sowie außerkörperlichen und Nahtod-Erfahrungen. Ein K-Hole tritt vor allem bei der gleichzeitigen Einnahme von Ketamin mit Sedativa, beispielsweise Alkohol, auf. Das K-Hole kann nicht nur unerwünschte Nebenwirkung, sondern auch das Ziel des Ketaminkonsums sein. Das Risiko eines K-Holes wurde mit erhöhtem Ketaminkonsum in Verbindung gebracht, vor allem bei denen, die Ketamin mehr als 20 Mal konsumiert hatten.

  1. MSD Sharp & Dohme GmbH, Haar (Hrsg.): Das MSD Manual der Diagnostik und Therapie. 7. Auflage. Urban & Fischer in Elsevier, München u. a. 2007, ISBN 978-3-437-21761-6, S. 2066.
  2. Lewis R. Goldfrank, Neal Flomenbaum, Mary Ann Howland, Robert S. Hoffman (Hrsg.): Goldfrank's toxicologic emergencies. 8th edition. McGraw-Hill Professional, New York NY 2006, ISBN 0-07-143763-0, S. 1236.
  3. Glen O. Gabbard: Gabbard's treatments of psychiatric disorders. 4th edition. American Psychiatric Publishing, Washington DC 2007, ISBN 978-1-58562-216-0, S. 278.
  4. Richard Lawrence Miller: The Encyclopedia of addictive drugs. Greenwood, Westport CT u. a. 2002, ISBN 0-313-31807-7, S. 211.
  5. Advisory Council on the Misuse of Drugs (Großbritannien): Ketamine: a review of use and harm, Bericht für den Innenminister und den Gesundheitsminister, London, 10. December 2013, (abgerufen am 13. Oktober 2015).