Außerkörperliche Erfahrung
Außerkörperliche Erfahrung (AKE), englisch out-of-body experience (OBE oder seltener OOBE), ist ein Erlebnis, bei dem sich die Betroffenen nach eigenen Angaben außerhalb ihres eigenen Körpers befinden, manche können dabei ihren eigenen ruhenden Körper betrachten (eine Variante einer Autoskopie).
Das AKE-Phänomen kann bei Übermüdung oder bei Klarträumen auftreten, in außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen und auch unter Einfluss von psychotropen Substanzen. AKE konnten künstlich und wiederholbar im Labor erzeugt werden, sowohl durch eine bestimmte Verfälschung der Wahrnehmung durch multimediale Simulationen als auch durch gezielte physikalische Beeinflussung der Nervenaktivität des Gehirns von außen.
In der Neurowissenschaft werden krankhafte AKE-Erlebnisse den dissoziativen Störungen zugeordnet, die etwa durch Unfälle oder vorübergehendes Kreislaufversagen hervorgerufen werden können oder durch geringere Einschnitte wie Müdigkeit oder Stress zustande kommen. Auch über Auftreten bei Migräne oder epileptischen Anfällen wurde berichtet. Außerkörperliche Erfahrungen können zudem eines der Symptome einer Depersonalisationsstörung sein. Diese wird in Deutschland sehr selten diagnostiziert, und zwar nur wenn die Betroffenen in klinisch bedeutsamer Weise darunter leiden.
- ↑ 41–81 %, Carlos S.Alvarado: The Psychological Approach to Out-Of-Body Experiences: A Review of Early and Modem Developments, The Journal of Psychology, Volume 126, 1992 - Issue 3, PDF-Datei
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- ↑ Olaf Blanke, Nathan Faivre, Sebastian Dieguez: Leaving Body and Life Behind: Out-of-Body and Near-Death Experience. In: Steven Laureys, Olivia Gosseries, Giulio Tononi: The Neurology of Consciousness: Cognitive Neuroscience and Neuropathology, 2. Auflage, Academic Press, Amsterdam 2015, ISBN 978-0-12-801175-1, S. 323–347 (englisch). online (abgerufen am 15. Juli 2016).
- ↑ Daphne Simeon, Jeffrey Abugel: Feeling Unreal: Depersonalization Disorder and the Loss of the Self, Oxford University Press, New York 2006, ISBN 978-0-19-517022-1, S. 63.
- ↑ Michal, Beutel, Grobe::Wie oft wird die Depersonalisations-Derealisationsstörung (ICD-10= F48.1) in der ambulanten Versorgung diagnostiziert; Z.Psychosom Med Psychother 56/2010
- ↑ Gerald C. Davison, John M. Neale, Martin Hautzinger (2016): Klinische Psychologie. Beltz Verlag, ISBN 978-3-621-28441-7. S. 6f. (Leseprobe) ( vom 19. Februar 2018 im Internet Archive)