Kabinett Miyazawa (Umbildung)

Kabinett Miyazawa (Umbildung)
78. japanisches Kabinett
dai-78-dai naikaku
Premierminister
naikaku sōri-daijin
Kiichi Miyazawa
Legislaturperiode 125.–127. Kokkai
(39. Shūgiin, 16. Sangiin)
Ernannt durch Kaiser Akihito
Beginn 12. Dezember 1992
Ende 9. August 1993
Dauer 240 Tage
Vorgänger Kabinett Miyazawa
Nachfolger Kabinett Hosokawa
Zusammensetzung
Partei(en) LDP
Minister 22 (5 Rücktritte)
Staatssekretäre 2 parlamentarische Vizechefs des Kabinettssekretariats
20 „parlamentarische Vizeminister“
Repräsentation
Shūgiin
276 / 512 (53,9 %)
(05.11.1991)
Sangiin
106 / 252 (42,1 %)
(22.01.1993)

Das umgebildete Kabinett Miyazawa (jap. 宮澤改造内閣, Miyazawa kaizō naikaku) regierte Japan unter Führung von Premierminister Kiichi Miyazawa vom 12. Dezember 1992 bis zum Rücktritt am 9. August 1993. Mit der Bildung der Erneuerungspartei durch Tsutomu Hata und Ichirō Ozawa am 23. Juni 1993, der sich 36 Shūgiin-Mitglieder der Hata-Ozawa-Faktion anschlossen, verlor die LDP ihre absolute Mehrheit im Shūgiin. Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum durch die neue Opposition rief Miyazawa Neuwahlen aus, bei der die LDP eine herbe Niederlage hinnehmen musste: Sie gewann nur einen Sitz hinzu und blieb ohne Mehrheit. Die Regierung trat am 9. August zurück und wurde vom Kabinett Hosokawa abgelöst, sodass die LDP erstmals seit ihrer Gründung 1955 in der Opposition saß.

  1. sangiin.go.jp – Liste der Mitgliederzahlen der Fraktionen nach Sitzung