Kabinett Shinzō Abe IV (1. Umbildung)

Kabinett Abe IV (1. Umbildung)
98. japanisches Kabinett (1. Umbildung)
dai-98-dai naikaku (dai-1-ji-kaizō)
Premierminister
naikaku sōri-daijin
Shinzō Abe
Legislaturperiode 197. – 199. NV
(48. Abg.haus, 24. – 25. Senat)
Ernannt durch Kaiser Akihito
Beginn 2. Oktober 2018
Ende 11. September 2019
Dauer 344 Tage
Vorgänger Kabinett Shinzō Abe IV
Nachfolger Kabinett Shinzō Abe IV (2. Umbildung)
Zusammensetzung
Partei(en) LDP-Kōmeitō-Koalitionsregierung
ji-kō renritsu seiken
Minister 20 (1 Rücktritt)
Staatssekretäre 5 Sonderberater des Premierministers
3 parlamentarische Vizechefs des Kabinettssekretariats
26 „Vizeminister“
28 „parlamentarische Staatssekretäre“
Repräsentation
Abgeordnetenhaus
312/465

(25. September 2018)

Das zum ersten Mal umgebildete vierte Kabinett Abe (jap. 第4次安倍第1次改造内閣, daiyoji Abe daiichiji kaizō naikaku) regierte Japan unter Führung von Premierminister Shinzō Abe vom 2. Oktober 2018 bis zu einer erneuten Umbildung am 11. September 2019. Zuvor hatte sich Abe bei der Wahl des LDP-Vorsitzenden deutlich gegen seinen Herausforderer Shigeru Ishiba durchsetzen können. Dem Koalitionskabinett von Liberaldemokratischer Partei und Kōmeitō gehörten ausschließlich Abgeordnete aus dem nationalen Parlament an: 17 aus dem Abgeordnetenhaus, drei aus dem Senat. Dem Kabinett gehörte eine Frau an. Einschließlich Abe behielten sechs Minister aus dem vorherigen Kabinett ihre Ressorts, darunter Vizepremier Asō, Chefkabinettssekretär Suga und Außenminister Kōno. Zwölf der neuen Kabinettsmitglieder waren vorher noch nie Minister gewesen, unter Abe so viele wie nie zuvor. Auch im LDP-Vorstand gab es Veränderungen; u. a. wurde der bisherige Exekutivratsvorsitzende Wataru Takeshita, der bei der Wahl des Parteivorsitzenden für Ishiba gestimmt hatte, von Katsunobu Katō abgelöst.

Unter diesem Kabinett fand der Kaiserwechsel von Akihito zu Naruhito und damit der Beginn der Reiwa-Zeit statt. Es war somit das letzte Kabinett der Heisei-Zeit. Im Juli 2019 wurden Senatswahlen abgehalten, bei denen die Regierungskoalition unter leichten Verlusten ihre absolute Mehrheit behaupten konnte.