Kabinett Steltzer I

Kabinett Steltzer I
Landesregierung von Schleswig-Holstein
Ministerpräsident Theodor Steltzer
Wahl 1. ernannter Landtag
Legislaturperiode 1. ernannter Landtag
Beginn 11. April 1946
Ende 22. November 1946
Dauer 225 Tage
Nachfolger Kabinett Steltzer II
Zusammensetzung
Partei(en) SPD, CDU und KPD
Minister 8
Repräsentation
Schleswig-Holsteinischer Landtag
41 / 62 (66,1 %)

Das Kabinett Steltzer I bildete vom 11. April 1946 bis zum 22. November 1946 die Landesregierung von Schleswig-Holstein.

Nach der Ernennung des 1. Schleswig-Holsteinischen Landtages wurden in dessen zweiter Sitzung vom 13. März 1946 die Landtagsausschüsse gebildet, darunter sieben „Hauptausschüsse“, deren Vorsitzende die späteren Landesminister wurden. Die „Landesregierung“, bestehend aus Oberpräsident und Vorsitzenden der Hauptausschüsse, nahm ihre Arbeit de facto am 11. April 1946 mit der Besetzung des Vorstandes der Hauptausschüsse auf. Obwohl die Verabschiedung der „Vorläufigen Verfassung“ vom 12. Juni 1946 nicht von der britischen Militärregierung genehmigt worden war, wurden die Leiter der Hauptausschüsse an diesem Tag zu Ministern ernannt und unter parlamentarische Kontrolle gestellt. Am 23. August 1946 wurde Theodor Steltzer vom britischen Militärgouverneur Hugh Vivian Champion de Crespigny zum Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein ernannt. Mit Wirkung vom 22. November 1946 trat das Kabinett zurück.

Amt Name Partei
Oberpräsident
ab 23. August 1946:
Ministerpräsident
Theodor Steltzer
(1885–1967)
CDU
Stellvertreter des Oberpräsidenten
bzw. des Ministerpräsidenten
ab 6. Mai 1946
Wilhelm Kuklinski
(1892–1963)
SPD
Innere Verwaltung Hermann von Mangoldt
(1895–1953)
CDU ab Juni 1946
Haushalt und Finanzen Thomas Andresen
(1897–1972)
CDU
Landwirtschaft, Ernährung und Forsten Willy Rickers
(1882–1957)
CDU
Wirtschaft und Verkehr Bruno Diekmann
(1897–1982)
SPD
Volksbildung Wilhelm Kuklinski
(1892–1963)
SPD
Volkswohlfahrt Kurt Pohle
(1899–1961)
SPD
Gesundheitswesen Emil Matthews
(1895–?)
KPD
  1. Spätestens in der Landtagssitzung vom 24. Juni 1946 wird er als Mitglied der CDU-Fraktion genannt.